Dienstag, 17. November 2009 /   Swiss Sailing GV - Die Medien
Dass der Informations-Bedarf zu den Geschehnissen innerhalb von Swiss Sailing gross ist, haben die zahlreichen Rückmeldungen zu unseren ersten beiden Vorschauen auf die GV bewiesen. Gemäss Statuten (Art 5u & Art 35) gehört die Informations-Pflicht eigentlich zu den Aufgaben des Verbandes, der diese leider seit längerem nicht mehr wahr nimmt.

So wurde seit Amtsantritt des Präsidenten Roger Staub die Swiss-Sailing-Website in die Bedeutungslosigkeit “ verbessert” – Kosten gemäss Anhang zur Jahres-Rechnung CHF 40‘000. Immerhin, seit heute gibt es dort auch den RSS-Feed zu unseren Seiten, den wir schon seit unserem Start kostenlos anbieten.

Und auch das Magazin Members Only, die Plattform für die Verbands-Sponsoren, wurde eingestellt. Die seit der Gründung des Segelverbandes kostenlos in SwissboatYachting (früher Yachting) 10 mal jährlich publizierten Verbands-Nachrichten wurden neu für jährlich CHF 250‘000 auf vier Ausgaben im Magazin Skippers reduziert. Eine Bewilligung der Generalversammlung für die massiven, die finanziellen Möglichkeiten des Verbandes sprengenden Sonderaufwand wurde nie eingeholt und soll nun nachträglich mit einer Beitrags-Erhöhung finanziert werden.

Trotz des Booms des weltweiten Segelsportes und guten Schweizer Leistungen an zahlreichen Fronten findet eine angemessen Berichterstattung in den Massenmedien seit längerem nicht mehr statt. Meldungen in der Tagespresse erfolgen meist nur auf Initiative von Privaten (alinghi, Marazzi), die Zusammenarbeit mit der Sportinformation funktioniert nicht. Informationen aus den Kommissionen, der Sitzungen oder der Geschäftsleitung fehlen unterdessen völlig. Übrigens: Seit Anfang des Jahres beschäftigt Swiss-Sailing eine Presseverantwortliche in einem 50 %-Pensum.

Auch über die Leistungen des Schweizer National-Kaders (und aller anderen international aktiven) informiert vorwiegend www.sailing-news.ch. Zwar führt auch die Swiss-Sailing-Team AG zusätzlich eine eigene Website (www.swiss-sailing-team.ch ) – Kosten unbekannt – sie ist aber auch weiterhin nicht in der Lage, ihre vertraglich festgelegten Informations-Pflichten wahrzunehmen. Der eigens eingestellte ‚Medienprofi‘ trat kaum in Erscheinung und wurde aus Kostengründen wieder entlassen. Bisher wurde noch nicht einmal die Trennung vom Headcoach Jean-Claude Vuithier kommuniziert. Selektions-Reglemente entsprachen noch nie den üblichen, für den Entscheid zu einer Teilnahme erforderlichen Anforderungen – so jüngst etwa zu den Youth Olympic Games, das nicht nur unpräzise ist (siehe ISAF Reglement), sondern ganz einfach auch die Windsurfer vergessen hat, die im vergangenen Jahr noch das Vorzeige-Nachwuchs-Projekt des Verbandes waren.

Während die Kommunikations-Kosten unterdessen einen bedeutenden Teil des Verbands-Budgets ausmachen, tendiert die Resonanz mittlerweile gegen Null. Per Antrag sollen die Mitglieder nun noch weitere Zuschüsse gewähren – eine etwas verquere Logik.